From 33613a85afc4b1481367fbe92a17ee59c240250b Mon Sep 17 00:00:00 2001
From: Sven Eisenhauer
+Variablen dienen dazu, Daten im Hauptspeicher eines Programms abzulegen
+und gegebenenfalls zu lesen oder zu verändern. In Java gibt es
+drei Typen von Variablen:
+
+Daneben betrachtet die Sprachdefinition auch Array-Komponenten und
+die Parameter von Methoden und Exception-Handlern als Variablen.
+
+
+Eine Variable in Java ist immer typisiert. Sie ist entweder von einem
+primitiven Typen oder von einem Referenztypen. Mit Ausnahme eines
+Spezialfalls bei Array-Variablen, auf den wir später zurückkommen,
+werden alle Typüberprüfungen zur
+Compile-Zeit vorgenommen. Java ist damit im klassischen Sinne eine
+typsichere Sprache.
+Um einer Variablen vom Typ T
+einen Wert X zuzuweisen, müssen
+T und X
+zuweisungskompatibel sein. Welche Typen zuweisungskompatibel sind,
+wird am Ende dieses Kapitels in Abschnitt 4.6
+erklärt.
+
+
+Variablen können auf zwei unterschiedliche Arten verändert
+werden:
+
+Beide Möglichkeiten werden in Kapitel 5
+ausführlich erklärt.
+
+
+
+
+
+Die Deklaration einer Variable erfolgt in der Form
+
+
+Dabei wird eine Variable des Typs Typname
+mit dem Namen Variablenname
+angelegt. Variablendeklarationen dürfen in Java an beliebiger
+Stelle im Programmcode erfolgen. Das folgende Beispielprogramm legt
+die Variablen a, b,
+c und d
+an und gibt ihren Inhalt auf dem Bildschirm aus:
+
+
+
+
+
+
+ Titel
+ Inhalt
+ Suchen
+ Index
+ DOC
+ Handbuch der Java-Programmierung, 5. Auflage
+
+ <<
+ <
+ >
+ >>
+ API
+ Kapitel 4 - Datentypen
+
+
+
+
+
+4.3 Variablen
+
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+
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+
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+
+4.3.1 Grundeigenschaften
+
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+
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+
+
+
+
+![]()
+
+
+
+![]()
+
+
+
+
+
+ Hinweis
+
+
+
+
+4.3.2 Deklaration von Variablen
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+Typname Variablenname;
+
+
+
+
+
+Listing 4.2: Einfache Variablen ausgeben
+
+
+
+
+
+001 /* Listing0402.java */
+002
+003 public class Listing0402
+004 {
+005 public static void main(String[] args)
+006 {
+007 int a;
+008 a = 1;
+009 char b = 'x';
+010 System.out.println(a);
+011 double c = 3.1415;
+012 System.out.println(b);
+013 System.out.println(c);
+014 boolean d = false;
+015 System.out.println(d);
+016 }
+017 }
+
+
+Listing0402.java
+
+Die Ausgabe des Programms ist:
+
+
+1
+x
+3.1415
+false
+
+
+
+
+Die Sichtbarkeit lokaler Variablen erstreckt sich von der Stelle ihrer +Deklaration bis zum Ende der Methode, in der sie deklariert wurden. +Falls innerhalb eines Blocks lokale Variablen angelegt wurden, sind +sie bis zum Ende des Blocks sichtbar. Die Lebensdauer einer lokalen +Variable beginnt, wenn die zugehörige Deklarationsanweisung ausgeführt +wird. Sie endet mit dem Ende des Methodenaufrufs. Falls innerhalb +eines Blocks lokale Variablen angelegt wurden, endet ihre Lebensdauer +mit dem Verlassen des Blocks. Es ist in Java nicht erlaubt, lokale +Variablen zu deklarieren, die gleichnamige lokale Variablen eines +weiter außen liegenden Blocks verdecken. Das Verdecken von Klassen- +oder Instanzvariablen ist dagegen zulässig. + +
+Instanzvariablen werden zum Zeitpunkt des +Erzeugens einer neuen Instanz einer Klasse angelegt. Sie sind innerhalb +der ganzen Klasse sichtbar, solange sie nicht von gleichnamigen lokalen +Variablen verdeckt werden. In diesem Fall ist aber der Zugriff mit +Hilfe des this-Zeigers +möglich: this.name greift +immer auf die Instanz- oder Klassenvariable name +zu, selbst wenn eine gleichnamige lokale Variable existiert. Mit dem +Zerstören des zugehörigen Objektes werden auch alle Instanzvariablen +zerstört. + +
+Klassenvariablen leben während der kompletten +Laufzeit des Programms. Die Regeln für ihre Sichtbarkeit entsprechen +denen von Instanzvariablen. +
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