From 33613a85afc4b1481367fbe92a17ee59c240250b Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Sven Eisenhauer Date: Fri, 10 Nov 2023 15:11:48 +0100 Subject: add new repo --- .../hjp5/html/k100319.html | 293 +++++++++++++++++++++ 1 file changed, 293 insertions(+) create mode 100644 Master/Reference Architectures and Patterns/hjp5/html/k100319.html (limited to 'Master/Reference Architectures and Patterns/hjp5/html/k100319.html') diff --git a/Master/Reference Architectures and Patterns/hjp5/html/k100319.html b/Master/Reference Architectures and Patterns/hjp5/html/k100319.html new file mode 100644 index 0000000..1ce3d78 --- /dev/null +++ b/Master/Reference Architectures and Patterns/hjp5/html/k100319.html @@ -0,0 +1,293 @@ + + + +Handbuch der Java-Programmierung, 5. Auflage + + + + + + + + + +
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51.2 java - Der Interpreter

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51.2.1 Aufruf

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+java [ options ] classname [{ args }]
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+javaw [ options ] classname [{ args }]
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51.2.2 Beschreibung

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+Der Interpreter java +dient dazu, kompilierte Java-Programme auszuführen, die als Bytecode +in .class-Dateien vorliegen. javaw +erfüllt denselben Zweck, erzeugt aber kein Terminalfenster beim +Start des Programms und erlaubt nicht die Verwendung der Standard-Streams +System.in, +System.out +und System.err. +Beim Aufruf beider Programme wird der Name einer Klassendatei erwartet +(ohne die Erweiterung .class). Damit +sie ausgeführt werden kann, muss sie eine Klassenmethode main +mit folgender Signatur enthalten: +

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+public static void main(String[] args)
+
+
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+ +

+Alle Argumente, die nach dem Namen der Klassendatei an java +übergeben werden, stehen nach dem Aufruf von main +in args zur Verfügung. +Der Java-Interpreter wird nach dem Rücksprung aus main +beendet, wenn keine eigenen Threads erzeugt wurden. Falls weitere +Threads erzeugt wurden, wird er verlassen, nachdem der letzte Vordergrund-Thread +beendet wurde. + +

+Da während der Ausführung eines Java-Programms meist weitere +Klassendateien benötigt werden, muss der Interpreter wissen, +wo diese zu finden sind. Standardmäßig sucht er dabei im +systemspezifischen Installationsverzeichnis und im aktuellen Verzeichnis. +Die Suchstrategie kann durch Setzen der Umgebungsvariable CLASSPATH +oder mit Hilfe der Option -classpath +verändert werden. Sollen nur die Standardbibliotheken des JDK +verwendet werden, sind weder CLASSPATH +noch -classpath +erforderlich. Weitere Informationen zu CLASSPATH-Einstellungen +finden Sie in Abschnitt 13.2.2. +

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+In der Windows-Version des JDK 1.2 ist ein Just-In-Time-Compiler +(kurz JIT) enthalten, der standardmäßig +aktiviert ist. Der JIT übersetzt zur Laufzeit des Programms häufig +benötigte Bytecodes in Maschinencode und beschleunigt so die +weitere Ausführung des Programms. Soll der JIT deaktiviert werden, +kann die Umgebungsvariable JAVA_COMPILER +oder die Systemeigenschaft java.compiler +auf den Wert NONE gesetzt werden. + +

+Seit dem JDK 1.3 ist der adaptive Just-In-Time-Compiler HotSpot +fester Bestandteil der Auslieferung. Er kann mit der Option -Xint +aus- und mit -Xmixed +angeschaltet werden. Standardmäßig ist er aktiviert. Soll +im JDK 1.3 anstelle von HotSpot der JIT des JDK 1.2 verwendet werden, +kann dieser mit der Option -Xclassic +aktiviert werden. Seit der Version 1.3.1 ist zusätzlich der bis +dahin nur separat erhältliche Server-Hotspot +im JDK enthalten. Er führt weitergehende (und kostspieligere) +Optimierungen aus als der Client-Hotspot +und ist vorwiegend für langlaufende Applikationen ohne direkte +Benutzeroberfläche gedacht. Er kann mit der Option -server +aktiviert werden, während der Client-Hotspot auf -client +reagiert.

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 JDK1.1-6.0 
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51.2.3 Optionen

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OptionBedeutung
-classpath pathGibt die Liste der Pfade zur Suche von Klassendateien +an. Alternativ kann auch die Abkürzung -cp +verwendet werden.
-profAktiviert in Prä-1.2-Versionen des +JDK den Profiler im Interpreter, der +Informationen über das Laufzeitverhalten der Anwendung in die +Datei java.prof schreibt. Ab dem JDK +1.2 wird der Profiler mit der Option -Xprof +bzw. -Xrunhpof aktiviert. Genaue +Informationen zur Verwendung des Profilers sind in Abschnitt 50.3 +zu finden.
-versionAusgabe der Versionsnummer.
-helpAusgabe eines kurzen Hilfetextes.
-verboseGibt bei jedem Laden einer Klasse eine Meldung +auf der Console aus. Seit dem JDK 1.3 können wahlweise die Schalter +:class, :gc +oder :jni angehängt werden. +:class entspricht dabei der +Voreinstellung, :gc dokumentiert +die Garbage-Collector-Aufrufe und :jni +zeigt die Verwendung von Native Methods.
-verbosegcVeranlaßt den Garbage Collector bei +jedem Aufruf zur Ausgabe einer Nachricht.
-DpropName=valueWeist dem Property propName +den Wert value zu.
-Xms nSpezifiziert die Größe des beim +Start allozierten Speichers. n ist dabei eine Ganzzahl mit +einer der Erweiterungen »k« oder »m«. Die Buchstaben +stehen für die Größenordnungen kilo und mega. +Die Standardeinstellung ist versions- und betriebssystemabhängig, +typische Werte sind 1m oder 2m.
-Xmx nSpezifiziert die Größe des maximal +allozierbaren Speichers. n ist dabei eine Ganzzahl mit einer +der Erweiterungen »k« oder »m«. Die Standardeinstellung +ist versions- und betriebssystemabhängig, typische Werte sind +16m oder 64m.
-enableassertionsSchaltet Assertions an (Abkürzung -ea). +Dieser Schalter wird ausführlich in Abschnitt 6.4.1 +erklärt.
-disableassertionsSchaltet Assertions aus (Abkürzung +-da). +Dieser Schalter wird ausführlich in Abschnitt 6.4.1 +erklärt.
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+Tabelle 51.2: Optionen des Java-Interpreters

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+In den 1.1er Versionen des JDK gab es ein Programm jre, +das dazu diente, den Interpreter des Laufzeitsystems zu starten (Java +Runtime Environment). Dieses Programm +ist in der aktuellen JDK-Version nicht mehr vorhanden, sondern wird +durch das Programm java +ersetzt. Auch der in früheren Versionen vorhandene debugging-fähige +Interpreter java_g +existiert seit dem JDK 1.2 nicht mehr.

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 JDK1.1-6.0 
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 Titel  + Inhalt  + Suchen  + Index  + DOC  +Handbuch der Java-Programmierung, 5. Auflage, Addison +Wesley, Version 5.0.1 +
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+ + + -- cgit v1.2.3