From 33613a85afc4b1481367fbe92a17ee59c240250b Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Sven Eisenhauer Date: Fri, 10 Nov 2023 15:11:48 +0100 Subject: add new repo --- .../hjp5/html/k100258.html | 266 +++++++++++++++++++++ 1 file changed, 266 insertions(+) create mode 100644 Master/Reference Architectures and Patterns/hjp5/html/k100258.html (limited to 'Master/Reference Architectures and Patterns/hjp5/html/k100258.html') diff --git a/Master/Reference Architectures and Patterns/hjp5/html/k100258.html b/Master/Reference Architectures and Patterns/hjp5/html/k100258.html new file mode 100644 index 0000000..1bf9ffd --- /dev/null +++ b/Master/Reference Architectures and Patterns/hjp5/html/k100258.html @@ -0,0 +1,266 @@ + + + +Handbuch der Java-Programmierung, 5. Auflage + + + + + + + + + +
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40.4 Das Java-Plugin +

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40.4.1 Funktionsweise

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+Obwohl Applets einer der Hauptgründe für das große +Interesse an Java waren und mit Netscape 2.0 bereits früh eine +weitverbreitete Plattform für JDK-1.0-Applets zur Verfügung +stand, stellte sich bei vielen Entwicklern bald eine gewisse Ernücherung +ein. Bereits zur Version 1.1 des JDK hatten die Browser-Hersteller +große Probleme, Schritt zu halten. Während Netscape den +Applet-Entwicklern mit Qualitätsproblemen die frühen 4er +Versionen des Communicators verhagelte, wurden beim Internet Explorer +aus unternehmenspolitischen Gründen bestimmte JDK-1.1-Eigenschaften +gar nicht erst zur Verfügung gestellt. + +

+Selbst heute noch werden Applets nicht selten mit dem JDK 1.0 entwickelt, +um möglichen Kompatibilitätsproblemen aus dem Weg zu gehen. +Von einer echten Unterstützung für die neueren JDKs sind +die Browser noch weit entfernt. Glücklicherweise hat SUN diese +Probleme erkannt und mit dem Java-Plugin eine eigene Browser-Erweiterung +zum Ausführen von Applets entwickelt. Diese läuft sowohl +mit dem Communicator als auch mit dem Internet Explorer und wird zusammen +mit dem SUN-JRE bzw. -JDK installiert. Entsprechend präparierte +Applets laufen dann nicht mehr unter den Browser-eigenen Java-Implementierungen, +sondern verwenden die VM und die Laufzeitumgebung der Original-SUN-Implementierung. +Der Browser stellt nur noch das Fenster zur Bildschirmausgabe zur +Verfügung. Auf diese Weise können Applets alle Eigenschaften +der aktuellen Java-Versionen verwenden (Collections, Java-2D, Swing +usw.). + +

+Allerdings hat die Sache einen kleinen Haken. Um das Plugin zum Ausführen +eines Applets zu bewegen, darf dieses im HTML-Quelltext nämlich +nicht mehr innerhalb eines APPLET-Tags +stehen, sondern muss mit dem EMBED- +bzw. OBJECT-Tag +eingebunden werden. Zwar stellt SUN ein automatisches Werkzeug zur +Konvertierung von Webseiten zur Verfügung, aber das kann natürlich +nur auf Seiten angewendet werden, deren Quelltext modifizierbar ist. +Während beispielsweise unternehmensinterne Webseiten im Intranet +entsprechend präpariert werden können, werden aus dem Internet +geladene HTML-Seiten mit eingebetteten Applets nach wie vor von der +im Browser eingebauten Java-Implementierung ausgeführt. + +

+Des weiteren muss natürlich auf dem Client ein geeignetes JRE +inklusive des Plugins installiert sein, damit die modifizierten Applets +ausgeführt werden können. Zwar können die HTML-Seiten +so aufgebaut werden, dass beim Fehlen des Plugins ein Verweis auf +eine Download-Seite angezeigt wird. In diesem Fall muss das JRE dann +aber erst vom Anwender auf dem Client installiert werden, was aus +verschiedenen Gründen problematisch sein kann (fehlende Kenntnisse +des Anwenders, Programme dürfen nur vom Administrator installiert +werden, Sicherheitsbedenken usw.) Einer der Hauptvorteile von Applets, +die »installationsfreie« Ausführbarkeit von Programmen, +ist verloren. + +

+Dies mögen Gründe dafür sein, dass sich das Plugin +noch nicht für Internet-Applets durchsetzen konnte. Für +Intranet-Installationen, bei denen die Ausstattung der Clients kontrollierbar +ist, kann es aber eine echte Alternative gegenüber dem Betrieb +von autonomen Java-Applikationen sein. Wir wollen im nächsten +Abschnitt die Schritte aufzeigen, die erforderlich sind, um ein Applet +mit dem Plugin auszuführen. +

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+Seit der Version 1.4 des JDK können bestimmte Web-Browser dazu +gebracht werden, auch bei einem normalen APPLET-Tag +auf die Runtime der Version 1.4 zurückzugreifen, statt auf die +eingebaute Java-Implementierung. Dies gilt im wesentlichen für +die 4er-, 5er- und 6er-Versionen des Internet Explorers sowie für +die 6.0er- und 6.1er-Versionen des Netscape Communicators. Ein entsprechendes +Verhalten der Browser kann entweder bei der Installation des JDK festgelegt +werden (siehe Abschnitt 2.1.2), +oder auch nachträglich über den Eintrag »Java-Plug-in +1.4.0« in der Systemsteuerung.

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 JDK1.1-6.0 
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40.4.2 Verwendung des Plugins

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Installation

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+Das Java-Plugin ist seit der Version 1.2 fester Bestandteil des JRE +(Java Runtime Environment). Wird ein JRE 1.2 oder höher +(oder ein entsprechendes JDK) installiert, so fügt die Installationsroutine +den installierten Browsern das Plugin automatisch hinzu. Unter Windows +gibt es nach der Installation in der Systemsteuerung einen neuen Eintrag +»Java-Plugin«, mit dem das Plugin konfiguriert werden kann. +

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+Wenn den Anwendern, die noch kein Plugin haben, eine einfache Möglichkeit +zur Installation gegeben werden soll, kann in den EMBED- +bzw. OBJECT-Tags +ein Verweis auf die Plugin-Downloadseite untergebracht werden. Der +im nächsten Abschnitt vorgestellte Plugin-Konverter macht das +automatisch und fügt Verweise auf die Downloadseiten von java.sun.com +ein. Im Intranet kann natürlich auch eine lokale Seite angegeben +werden.

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 Tipp 
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Konvertierung der HTML-Seiten

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+Das Konvertieren der APPLET-Tags +ist leider keine triviale Angelegenheit. Einerseits arbeiten die Plugin-Mechanismen +der verschiedenen Browser unterschiedlich, andererseits gibt es Unterschiede +zwischen den verschiedenen Browser-Versionen. Am einfachsten ist es, +die Konvertierung der HTML-Seiten dem Konvertierungstool HTMLConverter +zu überlassen, das von der Plugin-Homepage http://java.sun.com/products/plugin +heruntergeladen werden kann. Seit dem JDK 1.3.1 ist der Konverter +fester Bestandteil des JDK. + +

+Nachdem das Konvertierungstool installiert wurde (in der Version 1.3 +wird es als Zip-Datei ausgeliefert und muss lediglich in ein freies +Verzeichnis entpackt werden), kann seine Hauptklasse HTMLConverter +gestartet werden: + +

+javaw HTMLConverter
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+Der Konverter wird dann als Swing-Applikation aufgerufen und erlaubt +die interaktive Konfiguration der verschiedenen Optionen. Er kann +eine einzige oder alle Dateien in einem vorgegebenen Verzeichnis konvertieren +und wahlweise auch Unterverzeichnisse durchlaufen. Die Konvertierung +wird mit Hilfe von Template-Dateien erledigt. Mit ihnen wird festgelegt, +auf welchen Plattformen und Browsern die konvertierte HTML-Datei laufen +soll. Für den Communicator werden die APPLET-Tags +in EMBED-Tags +umgewandelt, für den Internet Explorer in OBJECT-Tags. +Standardmäßig ist ein Template aktiviert, das trickreichen +Code erzeugt, der auf beiden Browsern läuft. + +

+Bei der Konvertierung werden die ursprünglichen HTML-Seiten in +einem Backup-Verzeichnis gesichert. Zusätzlich werden die alten +APPLET-Tags +in einem Kommentar am Ende des neuen Tags abgelegt. Nach der Konvertierung +kann die HTML-Seite wie gewohnt im Browser aufgerufen werden. Die +Applets werden nun allerdings nicht mehr mit der im Browser eingebauten +Java-Implementierung betrieben, sondern mit dem installierten JRE. +


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