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% Diplomarbeit mit LaTeX
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\chapter{Formeln}
\index{Formeln}\index{Mathematik}
In {\rmfamily\LaTeX} ist eine sehr m�chtige Mathematik-Umgebung integriert, mit welcher du beliebige mathematische Formeln setzen kannst. Ich bin kein Mathematiker und die Beispiele, welche ich dir gebe, k�nnten durchaus falsch sein. Hier ein Beispiel einer komplizierten Formel, an dem du siehst, was m�glich ist:
\[
x = 12 \cdot \left( \frac{
\sqrt[g]{ \frac{ 100 + \chi }{ \cos 45^{f} } }
}{
\left[ \frac{ t - \beta }{ \sqrt{ r } } \right]
+ \left[ \frac{u}{v} \right]
} \right) + 14a - 6d
\]
In diesem Kapitel m�chte ich dir die wichtigsten Kommandos zum Setzen von mathematischen Formeln zeigen. Dies ist aber ein Thema, welches allein mehrere B�cher f�llen k�nnte. Weitere Informationen findest du also in B�chern oder im Internet.
Die wichtigsten Symbole und Konstrukte kannst du alle �ber das Men� \enquote{Mathe} von TeXnicCenter direkt in deinen Quelltext einf�gen.
\section{Die Formelumgebungen}
\subsection{Formeln und Mathematische Symbole mit dem Dollarzeichen einbetten}
Eine mathematische Formel schlie�t du einfach in zwei Dollarzeichen (\$) ein:
\begin{lstlisting}
$100 + a^2$
\end{lstlisting}
Damit bettest du die mathematische Formel, oder auch nur das einzelne Zeichen, in den Text ein. Die Formel aus dem Beispiel sieht z.\,B. so aus: $100 + a^2$. Du siehst, das zum Setzen der Formel ein spezieller Zeichensatz verwendet wird. Dadurch kann sehr gut zwischen normalem Text und mathematischen Formeln unterschieden werden.
\begin{lstlisting}
\begin{quote}
Die Seite $c$ des Dreiecks kann mit der Formel des Pythagoras ermittelt
werden. Dabei m�ssen die Seiten $a$ und $b$ des Dreiecks bekannt sein.
Die Formel lautet: $c = \sqrt{a^2 + b^2}$.
\end{quote}
\end{lstlisting}
Dies sieht dann im Text folgenderma�en aus:
\begin{quote}
Die Seite $c$ des Dreiecks kann mit der Formel des Pythagoras ermittelt
werden. Dabei m�ssen die Seiten $a$ und $b$ des Dreiecks bekannt sein.
Die Formel lautet: $c = \sqrt{a^2 + b^2}$.
\end{quote}
\subsection{Die \enquote{ams} Pakete}
Wenn du komplexere Formeln in deinem Dokument verwendest oder viele mathematische Formeln ben�tigst, solltest du die \enquote{ams} Pakete einbinden. Diese stellen weitere Symbole und spezielle mathematische Umgebungen bereit.
\begin{lstlisting}
\usepackage{amsmath}
\usepackage{amssymb}
\end{lstlisting}
Jetzt hast du eine spezielle Umgebung zur Verf�gung, mit der du abgesetzte Formeln innerhalb deines Dokuments einbauen kannst:
\begin{lstlisting}
\[
c = \sqrt{a^2 + b^2}
\]
\end{lstlisting}
Im Gegensatz zum Einbetten in den Quelltext mit dem Dollarzeichen wird in dieser Umgebung die Formel nicht auf eine Zeilenh�he gestaucht. Sie wird z.\,B. folgenderma�en gesetzt:
\[
c = \sqrt{a^2 + b^2}
\]
\section{Konstrukte}
\subsection{Hoch- und tiefgestellte Ausdr�cke}
Einzelne Zeichen kannst du direkt mit einem \texttt{\^} oder \texttt{\_} Zeichen hoch- oder tiefstellen. Um mehrere Zeichen oder komplexe Ausdr�cke hoch- oder tiefzustellen, musst du den Ausdruck in geschweifte Klammern (\texttt{\{\}}) einschlie�en.
\begin{lstlisting}
\[
a^2
\qquad
a_1 + a_2
\qquad
a^{20} + a^{b + c}
\qquad
a_{40}
\qquad
( a + b )_{30}
\qquad
x^12_a
\qquad
\sum^a_b 100
\]
\end{lstlisting}
Im obrigen Beispiel wird das Kommando \texttt{\textbackslash qquad} dazu verwendet, einen ausreichenden Abstand zwischen den einzelnen Ausdr�cken einzuf�gen. Das Beispiel sieht folgenderma�en aus:
\[
a^2
\qquad
a_1 + a_2
\qquad
a^{20} + a^{b + c}
\qquad
a_{40}
\qquad
( a + b )_{30}
\qquad
x^12_a
\qquad
\sum^a_b 100
\]
\subsection{Normaler Text in Formeln}
Oft m�chte man \enquote{sprechende} Formeln verwenden, welche aus normalen Text bestehen, aber trotzdem von den mathematischen Konstrukten profitieren. Dies geht mit dem Befehl \texttt{\textbackslash text}, mit dem man normalen Text in eine Formel einbetten kann:
\begin{lstlisting}
\[
\text{Leistung} = \frac{ \text{Arbeit} }{ \text{Zeit} }
\]
\end{lstlisting}
Dies sieht folgenderma�en aus:
\[
\text{Leistung} = \frac{ \text{Arbeit} }{ \text{Zeit} }
\]
\subsection{Br�che und Wurzeln}
Die Br�che und Wurzeln passen sich in der Gr��e automatisch an die Formel an, welche sie umschlie�en.
\begin{lstlisting}
\[
\frac{a}{b}
\qquad
\frac{a}{b} / \frac{c}{d}
\qquad
\sqrt{a}
\qquad
\sqrt{ \frac{a + b}{c - d} }
\qquad
\sqrt[b]{a}
\]
\end{lstlisting}
Das sieht folgenderma�en aus:
\[
\frac{a}{b}
\qquad
\frac{a}{b} / \frac{c}{d}
\qquad
\sqrt{a}
\qquad
\sqrt{ \frac{a + b}{c - d} }
\qquad
\sqrt[b]{a}
\]
\subsection{Funktionen}
F�r die meisten Funktionen existieren entsprechende Befehle, welche die Namen dieser Funktionen passend in die Formel einf�gen.
\begin{lstlisting}
\[
\arccos( x )
\qquad
\sin( x )
\qquad
\lg 12
\]
\end{lstlisting}
Das sieht folgenderma�en aus:
\[
\arccos( x )
\qquad
\sin( x )
\qquad
\lg 12
\]
\subsection{Begrenzungssymbole (Klammern)}
Begrenzungssymbole sind z.\,B. Klammern, welche einen Formelausdruck einschlie�en.\\
Wenn du die normalen Klammen verwendest, passen sich diese nicht in der H�he an die Formel an. Dazu gibt es spezielle Ausdr�cke, welche du im folgenden Beispiel siehst:
\begin{lstlisting}
\[
( x )
\qquad
( \frac{x}{y} )
\qquad
\left( x \right)
\qquad
\left( \frac{x}{y} )
\qquad
\left| \frac{x}{y} \right|
\]
\end{lstlisting}
Das sieht dann folgenderma�en aus:
\[
( x )
\qquad
( \frac{x}{y} )
\qquad
\left( x \right)
\qquad
\left( \frac{x}{y} \right)
\qquad
\left| \frac{x}{y} \right|
\]
\subsection{Unter und �ber dem Ausdruck}
Es existieren diverse Befehle, mit denen du �ber und unter Ausdr�cken Symbole oder Linien setzen kannst.
\begin{lstlisting}
\[
\overline{ a + x }
\qquad
\underline{ a + x }
\qquad
\widehat{ a + x }
\qquad
\widetilde{ a + x }
\qquad
\overbrace{ x + y - z }^{\pi}
\]
\end{lstlisting}
Das sieht dann folgenderma�en aus:
\[
\overline{ a + x }
\qquad
\underline{ a + x }
\qquad
\widehat{ a + x }
\qquad
\widetilde{ a + x }
\qquad
\overbrace{ x + y - z }^{\pi}
\]
\subsection{Pfeile}
Es existiert eine riesige Auswahl an verschiedenen Pfeilen, welche du auch sehr gut im normalen Text einsetzen kannst:
\begin{lstlisting}
\[
\leftarrow
\qquad
\hookleftarrow
\qquad
\Downarrow
\qquad
\Longrightarrow
\qquad
\longmapsto
\]
\end{lstlisting}
Diese kleine Auswahl von Pfeilen siehst folgenderma�en aus:
\[
\leftarrow
\qquad
\hookleftarrow
\qquad
\Downarrow
\qquad
\Longrightarrow
\qquad
\longmapsto
\]
\subsection{Griechische Buchstaben und spezielle Symbole}
Nat�rlich stehen dir alle griechischen Buchstaben zur Verf�gung. Zudem existieren viele Zusatzsymbole, welche du gut in Tabellen oder als Aufz�hlungszeichen verwenden kannst.
\begin{lstlisting}
\[
\kappa \quad \xi \quad \Omega
\qquad
\Re \quad \sharp \quad \diamondsuit \quad \hearsuit
\qquad
\blacksquare \quad \square
\]
\end{lstlisting}
Die Symbole werden folgenderma�en dargestellt:
\[
\kappa \quad \xi \quad \Omega
\qquad
\Re \quad \sharp \quad \diamondsuit \quad \heartsuit
\qquad
\blacksquare \quad \square
\]
\subsection{Umgebungen f�r mehrere oder nummerierte Formeln}
Neben den beiden Umgebungen f�r eine einzelne Formel existieren weitere Umgebungen, mit denen du mehrere Formeln mit verschiedensten Anordnungen setzen kannst. Die Umgebung \enquote{eqnarray} ist dreispaltig. Damit kannst du z.\,B. Formeln an den Gleichheitszeichen ausrichten.
\begin{lstlisting}
\begin{equation}
a + a = 2a
\end{equation}
\begin{eqnarray}
a + a & = & 2a \\
a^2 + a^2 & = & 2a^2 \\
a - a & = & 0
\end{eqnarray}
\end{lstlisting}
Das sieht dann folgenderma�en aus:
\begin{equation}
a + a = 2a
\end{equation}
\begin{eqnarray}
a + a & = & 2a \\
a^2 + a^2 & = & 2a^2 \\
a - a & = & 0
\end{eqnarray}
Du kannst die Form \texttt{\textbackslash begin\{eqnarray*\}} verwenden, wenn du keine Nummerierung der Formeln w�nschst. Einzelne Nummern kannst du mit dem Befehl \texttt{\textbackslash nonumber} direkt vor dem \texttt{\textbackslash \textbackslash } unterdr�cken.
%
% EOF
%
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