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% Diplomarbeit mit LaTeX
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% This is part of the book "Diplomarbeit mit LaTeX".
% Copyright (c) 2002-2005 Tobias Erbsland, Andreas Nitsch
% See the file diplomarbeit_mit_latex.tex for copying conditions.
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\chapter{Grundlagen}
\label{sec:grundlagen}
\index{Grundlagen|(}
{\rmfamily\LaTeX} ist einfacher zu erlernen, als du vielleicht denkst. Anders als grafische Tools, welche WYSIWYG\footnote{What You See Is What You Get} bieten (wollen), beschreibst du die Struktur deines Dokuments in einer speziellen Sprache. Danach \enquote{kompilierst} du das Dokument und erzeugst daraus das fertige Dokument, zum Beispiel ein PDF-File.
\section{Das erste kleine LaTeX Dokument}
\subsection{Erstellen eines neuen Projekts}
\label{sec:erstellenneuesprojekt}
\index{Erstellen!Projekt}\index{Projekt erstellen}\index{Neues Projekt}
Starte jetzt im TeXnicCenter ein neues Projekt. Dazu gehst du auf \enquote{Datei}, dort auf \enquote{Neues Projekt...} (siehe dazu Abbildung \ref{fig:beispiel1_01}).
\begin{figure}[ht]
\begin{center}
\includegraphics[width=3cm]{images/beispiel1_01.png}
\end{center}
\caption{Ausw�hlen von \enquote{Neues Projekt...} �ber das Men�}
\label{fig:beispiel1_01}
\end{figure}
Ein Dialogfenster �ffnet sich, in dem du den Projekttyp\index{Projekttyp} ausw�hlen kannst. Es steht nur \enquote{Leeres Projekt} zur Verf�gung. Klicke dieses Icon an und w�hle rechts das Basisverzeichnis aus. F�r jedes {\rmfamily\LaTeX} Dokument wird ein neues Unterverzeichnis in diesem Basisverzeichnis erstellt.
Ich empfehle dir Folgendes: Lege auf deinem Datenlaufwerk (z.\,B. M:\textbackslash ) ein Verzeichnis \enquote{Dokumente} an. Darin erstellst du z.\,B. noch ein Unterverzeichnis \enquote{LaTeX}.
Gib dieses Verzeichnis nun als \enquote{Basisverzeichnis} im Projektdialog an.
Jetzt kannst du einen Projektnamen eingeben. Gib z.\,B. \enquote{Beispiel1} als Projektnamen ein. W�hrend du den Projektnamen eingibst, siehst du, dass das Basisverzeichnis im unteren Feld um diesen Projektnamen erweitert wird. Siehe dazu Abbildung \ref{fig:beispiel1_02}.
\begin{figure}[ht]
\begin{center}
\includegraphics[width=5cm]{images/beispiel1_02.png}
\end{center}
\caption{Der Dialog f�r ein neues Projekt}
\label{fig:beispiel1_02}
\end{figure}
Wenn du den Projektnamen eingegeben hast, klickst du auf \enquote{Ok}. Jetzt wird das neue Projekt erstellt. Dazu wird das Unterverzeichnis \enquote{Beispiel1} erstellt, und darin das File \enquote{Beispiel1.tcp}. Dies ist das Projektfile.
Weiter wird eine neue Datei \enquote{Beispiel1.tex} erstellt. Dies ist unsere {\rmfamily\LaTeX}-Datei.
\subsection{Erstes Beispiel}
\label{sec:erstesbeispiel}
Schreibe jetzt folgende Zeilen in die leere Datei:
\lstinputlisting[caption=Beispiel1.tex, label=lst:beispiel01, frame=tb]%
{listings/beispiel01.tex}
Zeile 5--11 ist der Kopfbereich der Datei. Hier definieren wir Folgendes:
\begin{description}
\item[Zeile 5] Der Befehl \texttt{\textbackslash documentclass}\index{documentclass@\texttt{\textbackslash documentclass}} definiert unsere Dokumentklasse\index{Dokumentklasse}. Wir verwenden hier die Klasse \enquote{scrartcl}, welche f�r kleinere Artikel gedacht ist. Neben der \KOMAScript{} Klasse \enquote{scrartcl} gibt es z.\,B. noch \enquote{scrbook}, \enquote{scrreprt}, \enquote{scrlettr} und andere weniger �bliche.
\item[Zeile 6] Mit dem Paket \enquote{ngerman}\index{Paket!ngerman}, welches wir hier laden, werden verschiedene Titel ins Deutsche �bersetzt. So z.\,B. \enquote{Table of Contents} in \enquote{Inhaltsverzeichnis}. Zudem aktiviert dieses Paket die korrekte Silbentrennung f�r die neue deutsche Rechtschreibung.
Falls du lieber die alte deutsche Rechtschreibung verwenden m�chtest, dann solltest du statt dem Paket \enquote{ngerman} das Paket \enquote{german}\index{Paket!german} einbinden.
\item[Zeile 7] \enquote{inputenc}\index{Paket!inputenc} binden wir ein, damit die deutschen Zeichen �, �, �, �, �, � und � automatisch erkannt werden und wir diese nicht als \enquote{''a} usw. schreiben m�ssen.
\item[Zeile 8] Das Paket \enquote{fontenc} mit der Option \enquote{T1}, �ndert die Fontkodierung auf das \enquote{T1} Format. %TODO: Erl�uterung, wozu dieses gut sein soll
Normalerweise verwendet {\rmfamily\LaTeX} Schriftarten mit einem Umfang von 128 Zeichen. Darin sind z.\,B. keine Umlaute oder Buchstaben mit Akzenten enthalten. Diese werden jeweils aus dem Buchstaben und Akzent zusammengesetzt. Also \enquote{a} und \enquote{\textasciicircum} ergibt \enquote{�}.
Mittlerweile stehen f�r die meisten Schriften in den {\rmfamily\LaTeX}-Distributionen erweiterte \enquote{europ�ische} Versionen zur Verf�gung (In der \enquote{T1-Codierung}). Diese Schriften enthalten bis zu 256 Zeichen. Dort sind auch Umlaute und akzentuierte Zeichen vorgefertigt enthalten. Das f�hrt zu einer h�heren typographischen Qualit�t der Dokumente und l�st auch einige Probleme mit der Silbentrennung.
\item[Zeile 10 und 11] Hier definieren wir den Titel\index{Dokumenttitel} und den Autor\index{Autor} des Dokuments.
\end{description}
Die Zeilen 13--23 bilden dann den eigentlichen Inhalt des Dokuments. Der Dokumentinhalt wird immer durch die Zeilen \enquote{\textbackslash begin\{document\}} und \enquote{\textbackslash end\{document\}} eingeschlossen.
\begin{description}
\item[Zeile 15] Mit diesem Befehl wird der Titel\index{Titel erstellen}\index{Erstellen!Titel} unseres Dokumentes erstellt. Die n�tigen Angaben dazu liefern die Zeilen 11 und 12. Wird nirgendwo ein festes Datum\index{Festes Datum}\index{Datum!fest} angegeben, wird das aktuellen Datum\index{Aktuelles Datum}\index{Datum!aktuelles} genommen. In unserem Fall erscheint dann das aktuelle Datum auf der Titelseite.
\item[Zeile 17] \texttt{\textbackslash tableofcontents}\index{tableofcontents@\texttt{\textbackslash tableofcontents}} f�gt an dieser Stelle das Inhaltsverzeichnis\index{Inhaltsverzeichnis} ein. Wir m�ssen uns in keiner Weise um das Inhaltsverzeichnis k�mmern. Es wird automatisch aus den �berschriften generiert.
\item[Zeile 19] Hier defininieren wir die erste �berschrift.
\item[Zeile 21] Ein kleiner Absatz mit Text rundet unser kleines Beispieldokument ab.
\end{description}
\subsection{Einstellen des Ausgabeformats}
\index{Ausgabeformats}\index{Ausgabeformat einstellen}\index{Einstellen!Ausgabeformat}
Kontrolliere vor dem ersten Kompilieren, ob du als Ausgabeformat \enquote{PDF} eingestellt hast. Du siehst diese Einstellung in der Symbolleiste (siehe dazu Abbildung \ref{fig:beispiel1_03}).
\begin{figure}[ht]
\begin{center}
\includegraphics[width=\linewidth]{images/beispiel1_03.png}
\end{center}
\caption{Einstellen des Ausgabeformats}
\label{fig:beispiel1_03}
\end{figure}
Stelle dieses Pulldownmen� auf \enquote{LaTeX => PDF} ein. Ein anderer Weg ist �ber das Men�: \enquote{Ausgabe} $\Rightarrow$ \enquote{Aktives Ausgabeprofil w�hlen...}.
\subsection{Speichern und Kompilieren}
\index{Speichern}\index{Kompilieren}
Speichere das File jetzt mit \enquote{Ctrl+S} oder �ber das Men� \enquote{Datei} $\Rightarrow$ \enquote{Speichern} oder durch einen Klick auf das Diskettensymbol in der Symbolleiste.
Jetzt kannst du den Kompiliervorgang mit der Taste \enquote{F7} starten oder �ber das Men� \enquote{Ausgabe} $\Rightarrow$ \enquote{Projekt compilieren} oder auch �ber die Symbolleiste.
Im Statusbereich laufen jetzt diverse Meldungen vorbei. Nach einigen Sekunden oder Minuten, je nachdem, wie schnell dein Computer ist, ist der Kompiliervorgang vorbei. Im Statusfenster siehst du z.\,B. folgende Ausgabe:
\begin{lstlisting}
LaTeX-Ergebnis: 0 Fehler, 1 Warnung(en), 0 zu volle/leere Box(en), 1 Seite(n)
\end{lstlisting}
Es sollten beim Kompiliervorgang keine Fehler aufgetreten sein. Hast du trotzdem Fehler, kontrollierst du am besten noch einmal deinen Text. Vielleicht haben sich ja Tippfehler eingeschlichen.
Mit der Taste \enquote{F9} springst du von einem Fehler zum n�chsten. Dabei springt der Cursor an die Stelle in deinem Dokument, an welcher der Fehler \emph{vermutet} wird. Nat�rlich kann sich der Fehler auch einige Zeilen davor oder danach befinden.
Sind alle Fehler behoben, kannst du mit \enquote{F5} oder �ber das Men� \enquote{Ausgabe} $\Rightarrow$ \enquote{Ausgabe betrachten} das fertige Dokument betrachten. Dazu wird der Acrobat Reader gestartet und das fertige Dokument angezeigt (siehe dazu Abbildung \ref{fig:beispiel1_04}).
\begin{figure}[ht]
\begin{center}
\includegraphics[width=\linewidth]{images/beispiel1_04.png}
\end{center}
\caption{Das fertige Beispieldokument}
\label{fig:beispiel1_04}
\end{figure}
Den Acrobat Reader musst du w�hrend der Arbeit mit dem TeXnicCenter nicht mehr schlie�en. Wenn du �nderungen am Dokument machst und dieses �bersetzen l�sst, kannst du mit \enquote{F5} die Anzeige im bereits ge�ffneten Acrobat Reader einfach auffrischen lassen. Dies geht auch wesentlich schneller, als wenn jedesmal der Acrobat Reader gestartet werden m�sste.
%TODO: Hier w�re ein Hinweis auf die Vorschau im DVI-Viewer sch�n -> hier automatischer Refresh
\index{Grundlagen|)}
\section{Sonderzeichen}
\index{Sonderzeichen}
Alle {\rmfamily\LaTeX} Befehle beginnen mit einem \enquote{Backslash}, zudem gibt es einige Sonderzeichen welche du nicht direkt verwenden darfst. Hier das Beispiel eines
{\rmfamily\LaTeX} Befehls:
\begin{lstlisting}
\textbackslash
\end{lstlisting}
Die Sonderzeichen, welche du nicht direkt verwenden darfst, liste ich hier kurz auf. Sp�ter erf�hrst du, wie man diese Sonderzeichen in den Text einbauen kann und welchen Zweck sie haben. Verzichte am Anfang einfach auf diese Zeichen.
\begin{lstlisting}
% # $ & ~ _ ^ \ { } "
\end{lstlisting}
\section{Kommentare mit \%}
\index{Kommentare}\index{Prozentzeichen}
Das Prozentzeichen (\%) wird f�r Kommentare innerhalb deines Files verwendet. Damit kannst du f�r dich Anmerkungen machen und Dinge kommentieren.
Wenn du spezielle Pakete in deinem {\rmfamily\LaTeX} Dokument einbindest, solltest du z.\,B. mit einem kurzen Kommentar beschreiben, was dieses Paket macht.
Falls du ein Prozentzeichen in deinen Text einbauen m�chtest, musst du einen Backslash vor das Prozentzeichen setzen.
\begin{lstlisting}
%
% Ein Kommentar
%
Hier mit 100\% ein Prozentzeichen
\end{lstlisting}
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